Drei Runden vor Weihnachten ist die Saisonhälfte überschritten. Die Meisterschaft wird für Ambri im neuen Jahr in die entscheiden Phase einbiegen. Zeit für ein Zwischenfazit.
Im Süden nichts Neues
29 Spiele, Rang 10, 39 Punkte. Kein Grund zur Euphorie, kein Grund zur Panik und damit so, wie es in etwa zu erwarten war. Eine genauere Betrachtung der aktuellen Tabellenlage zeigt auf, wie eng die ganze Kiste ist. Sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Playout-Platz, sieben Punkte Rückstand auf den letzten (direkten) Playoffplatz. Nach einem stabilen Start folgte die obligatorische Resultatkrise im Okober/November, aus der man sich spätestens mit den zwei sehr wertvollen Drei-Punkte-Siegen vor der Dezember-Nati-Pause befreite.
Überstunden
Auffallend – und das gefühlt schon in den Vorsaisons – ist, wie viele unserer Spiele nach 60 Minuten unentschieden stehen. Tatsächlich gingen von den ersten zehn Saisonspielen ganze acht in die Verlängerung. Es folgten zwei weitere Serien, wo in vier von fünf Spielen Überstunden angesagt waren. Mit gesamthaft 14 Spielen, die erst nach der regulären Spielzeit entschieden wurden, erreicht der HCAP eine Overtime-Quote von rund 48%. Und wenn ich schon dabei bin: nach der regulären Spielzeit erreichte Siege und Niederlagen teilen sich hälftig auf. Ob man sich nun über die gewonnenen Zusatzpunkte freut oder über die verlorenen Punkte ärgert, bleibt jedem selber überlassen. Letztlich verdeutlichen die vielen Extrarunden, wie eng und umkämpft die Spiele mit Ambri-Beteiligung häufig sind. So spontan kann ich mich an kein Spiel erinnern, welches schon Anfang des letzten Drittels zu unseren Gunsten entschieden war. Spiele also, die man im Stadion oder vor dem TV gemütlich ausklingen lassen könnte. Viel eher schweben mir da mehrere unsäglich verspielte Vier-Tore-Führungen im Kopf herum.
Prognose
Realistisch betrachtet, werden wir nach 52 Spiel zwischen Rang 7 und 12 klassiert sein. Wie zu erwarten eben. Mit wiederkehrenden, kurzen (oder gerne mal längeren) Siegessträhnen und ausbleibende Niederlagenserien ist ein Ausreisser nach oben – sprich eine direkte Playoffqualifikation – möglich. Bei gegenteiliger Entwicklung wird man sich rasch im Kampf gegen Platz 13 wiederfinden. Wie spielerseitig oft erwähnt, fehlt es der Mannschaft an Konstanz. So schnell die Sonne scheint, so schnell verschwindet sie wieder. Soweit, so normal für eine Mannschaft dieser Qualität.
Weihnachtswünsche
Unserer Mannschaft wünsche ich nichts weniger als eine Phase, in der sie in jeder Hinsicht über ihrem eigentlichen Niveau spielt und so mit viel Selbstvertrauen ins Play-In oder gar direkt in die Playoffs einsteigen kann. Oh du Fröhliche…!
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