2 statt 6

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Es waren zwei wichtige Spiele gegen Teams, die zumindest auf Papier auf Augenhöhe mit unserer Equipe stehen. Während Rapperswil sich bisher eher unter Wert schlug und kürzlich die klassische Notbremse (Trainerswechsel) zog, liegen die Leistungen von Kloten klar über den Erwartungen. Da hätte doch was drinliegen müssen.

Klassische Ambri-Spiele
Rappi zeigt seit dem Trainerwechsel Aufwärtstendenz, was dem Selbstvertrauen der Spieler offensichtlich gut bekommen ist. Sie schienen befreit aufzuspielen, auf vermeintliche Lebenszeichen Ambris folgten postwendend schmerzhafte Antworten. Die Voraussetzungen für eine Spielwende waren durch Kubaliks Anschlusstreffer nach zwei Minuten im Schlussdrittel vielversprechend. Ich malte mir bereits die geile Atmosphäre im Stadion bei den weiteren Ambri-Toren aus, als genau eine Minute nach dem Anschlusstreffer Rappi wieder mit zwei Toren vorne lag. Zum zweiten Mal an diesem Abend brachten es unsere Männer fertig, kurz nach einem Anschlusstreffer selber wieder eine Kiste zu kassieren. Mit diesem Tor war der Mist geführt, Ambri war zu keiner Reaktion mehr fähig. Von diesem Spiel wäre mehr zu erwarten gewesen.

Noch gerettet
Der ahnungslose Zuschauer hätte viel Geld auf unser Team gewettet, als es nach dem ersten Drittel eine souveräne 3-Tore-Führung aufwies. Jeder ernsthafte Ambri-Anhänger wusste wohl, dass hier noch nichts entschieden ist. Genauso wie jeder ernsthafte Ambri-Anhänger insgeheim hoffte, dass es doch zu keiner 4:0-Führung kommen möge. Derlei Bedenken zeigten sich im Mittelabschnitt als unbegründet und es ging mit einem stabilen 4:1 ins letzte Drittel. 4:1 und bislang gut gespielt, das müsste doch reichen. Leider nein. Vier Gegentreffer in zehn Spielminuten und schon lag Kloten in Führung – vielen herzlichen Dank! Sie haben es doch wirklich wieder geschafft, ein Spiel in kürzester Zeit aus der Hand zu geben. Irgendwie gelang es, das Spiel dennoch zu retten. Overtime, Sieg nach Penaltyschiessen und damit wenigstens noch zwei Punkte geholt.

Leidig
Die zwei Spiele sind typisch für Ambri: auf eigene Anschlusstreffern postwendend wieder einen Gegentreffer erhalten oder vermeintliche sichere Vorsprünge in kürzester Zeit wieder verspielen. Das schmerzt. Diese Art von Schmerz kann man als Ambri-Anhänger leider nur zu gut… Das ultimative Schmerzmittel? Derbysieg in Lugano heute Abend – egal wie.


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