Genug

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Nach der sang- und klanglosen Derby-Niederlage kommt die Weihnachtspause wohl so manchem Ambri-Anhänger mehr als gelegen. Es herrscht Übersättigung. Übersättigung von enttäuschenden Auftritten und schmerzhaften Punkteverlusten.

Wenn zuschauen weh macht
Derzeit schmerzt es, dem Team beim Spielen zuzuschauen. Es mag nicht wirklich etwas gelingen, spielerische Lichtmomente dauern zu kurz. Oft ahnt man schon zu Beginn, dass das Ende kein schönes werden wird.

Es fehlt hinten
Persönlich fehlt mir im Spiel unserer Mannschaft schon seit Saisonbeginn das gewisse Etwas. Es ist keine Dringlichkeit und Überzeugung auszumachen. Man scheint einfach zu spielen. Die Darbietungen seit der Dezember-Natipause offenbarten verschiedene akute Baustellen. Sie beginnen vor dem eigenen Gehäuse, wo eine alles andere als sattelfeste und gegenwärtig glücklose Verteidigung agiert. Egal, ob wir mit drei oder vier ausländischen Verteidigern spielen. Natürlich stehen dort, gerade bei den Inländern, keine Josis und Co. im Aufgebot. Allerdings ist es nicht so, dass einzelne Akteure durch offensichtliche Fehler akut abfallen würden. Das System scheint grundsätzlich nicht stabil genug zu sein, es wird zu viel und für den Gegner zu einfach zugelassen. In Sachen Gegentreffer steht einzig Ajoie noch schlechter da. Der Trainerstab ist gefordert, hier dringend für taktische Korrekturen zu sorgen.

Es fehlt vorne
Offensiv war in den letzten Spielen praktisch ausschliesslich die Ausländerfraktion um Maillet, Kubalik und DiDomenico fähig, für Unruhe und Tore zu sorgen. Die restlichen Formationen gingen komplett unter. Es wird nicht gut kommen, wenn offensiv alles von den Importspielern abhängig bleibt. Wie auch immer hier die passende Linienzusammenstellung aussehen soll, es muss mehr kommen. Gewisse – sicher nicht unterbezahlte – Lokalhelden laufen derzeit völlig unter dem Radar.

Trainer
Keine Frage; er hat und wird ebenfalls seine Fehler machen. Was die ewigen Linienumstellungen bringen sollen, erschliesst sich mir als Laie beispielsweise nicht. Tatsache ist, dass er mit denjenigen Spielern arbeiten muss, die er zur Verfügung hat. Cereda hat immer wieder Wege aus der Misere gefunden. Er ist Teil der aktuellen Krise und wird Teil der Lösung sein. Der wesentlich entscheidendere Teil ist und bleibt das spielende Personal.

Steuer herumreissen
Nun denn, es ist noch nichts verloren. Am 2. Januar geht es gegen Langnau weiter. Sind wir gespannt, welches Gesicht unsere Truppe im neuen Jahr zeigen wird. Bis dahin: stille Nacht!


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