Man wusste im Sommer um seine Vertragssituation und die schwierige Saison die er in Ottawa hinter sich brachte. Dennoch schien eine Rückkehr nach Ambri mehr Traum als Realität. Ein Traum allerdings, der wahr werden sollte.
Die Nachricht um seine Rückkehr nach Ambri vervielfachte die Vorfreude auf die neue Saison. Die daraus entfachten Erwartungen sind nicht umsonst sehr hoch. Der Ligatopskorer der Saison 2018/19 leistete damals einen beachtlichen Anteil an Ambris letzter Playoff-Qualifikation. Aus der Leventina ging es für ihn direkt in die NHL, wo er gleich in seiner ersten Saison beachtliche 30 Mal einnetzte. Nach 357 Spielen und 93 Regular-Season Toren stand Kubalik Ende Sommer ohne NHL-Vertrag da, gleichwohl sein Ziel nach wie vor eben genau diese Liga war. Für ihn ging es folglich darum, für eine spätere Berufung nach Übersee in Spielform zu kommen. Dafür wäre er bestimmt auch in seiner tschechischen Heimat mit offenen Armen empfangen worden, Kuba zog es jedoch vor, dies in Ambri zu tun: Einjahresvertrag mit NHL-Ausstiegsklausel bis zum 15. Dezember. Geile Geschichte!
So steht dieser Ausnahmespieler also seit dem ersten Saisonspiel wieder für die Biancoblu im Einsatz. Nicht etwa zum nostalgischen Karriereausklang, sondern als nach wie vor ambitionierter Spieler im besten Eishockeyalter. Und Dominik Kubalik tut dabei das, was man von ihm erwartet: er schiesst Tore. Schien ihm im November das Abschlusspech (oder wollte er zu viel?) etwas an der Schaufel zu kleben, trifft er – insbesondere seit DiDomenicos Ankunft – regelmässig ins Schwarze und wird mit der aktuellen Tendenz zum Saisonende ein Kandidat für den Topskorer-Titel sein. Dominik Kubalik alleine wird Ambri nicht ins Glück schiessen. Zweifellos ist er jedoch ein überdurchschnittlicher Spieler, der mit den spielintelligenten Mitspielern zur absoluten Waffe werden kann.
Schafft er es nochmals in die NHL? Gelingt es Ambri, ihn längerfristig zu binden oder wechselt er zu einem Spitzenteam in der Schweiz? Ein NHL-Comeback betrachte ich als am wenigsten wahrscheinlichsten. Ein Verbleib in Ambri dürfte, nebst finanziellen Gesichtspunkten, nicht unwesentlich von den sportlichen Perspektiven abhängig sein. Bekanntlich gibt es in dieser Hinsicht attraktivere Optionen als der HCAP.
Vorerst sollten wir uns schlichtweg an seiner blau-weissen Gegenwart freuen. Die Zukunft wird es weisen. Es soll ja Träume geben, die wahr werden…
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