Ein Unentschieden nach 60 Minuten im Play-In-Rückspiel genügt, um die Saison um mindestens zwei weitere Spiele zu verlängern. Wem, wenn nicht Ambri sollte das in dieser Saison besser gelingen?
Die letzten Qualifikationsspiele waren wesentlich nervenaufreibender, als das Hinspiel der ersten Play-In-Serie, wo Stimmung und Spannung nicht wirklich aufkommen wollten. Das lag nicht am Spiel, sondern am Modus. Das erste Spiel einer solchen Serie kann, salopp gesagt, einfach mach so gespielt werden. Extremresultate ausgenommen ist nämlich ohnehin klar, dass die Entscheidung erst im zweiten Aufeinandertreffen fallen wird. Beide Teams waren mit zunehmender Spieldauer denn auch merklich auf die Resultatverwaltung bedacht.
Wenn man so will, geht Ambri heute mit einer 2:1-Führung in die zweite und letzte Halbzeit. Die Anspannung, an die man sich während der letzten Quali-Runden gewöhnen konnte, wird mit dem ersten Puckeinwurf zurück sein. Es wird interessant zu sehen sein, welches Gesicht der HCAP heute zeigen wird. Die Mannschaft wird kaum in einem Verwaltungsmodus ins Spiel starten. Das ist weder ratsam, noch hat das Team die Qualität dazu. Vielmehr dürfte Cereda seine Männer auf ein unter allen Umständen zu gewinnendes Entscheidungsspiel einschwören. Wie oft in solchen Spielen, wird dem ersten Treffer eine wichtige Bedeutung zukommen. Schiessen diesen die Lakers, wird er sie befreien. Gelingt er Ambri, wird er sich für uns spielberuhigend auswirken.
Zunächst wird ein Schwerpunkt des Lakers-Spiels wiederum in der Neutralisierung unserer Paradelinie liegen, was im Hinspiel zugegebenermassen gut gelungen ist. Ein anderer Teil ihres Spiels wird der Vermeidung von Strafen gewidmet sein. Es war Rappis Coaching-Staff offensichtlich nicht entgangen, dass unser Powerplay – zuletzt mit Bürgler in der ersten Formation – merklich effizienter und gefährlicher daherkam. Je länger der Spielstand unverändert bleibt, desto mehr werden die Lakers riskieren müssen.
Es ist alles angerichtet für ein (erstes) Entscheidungsspiel. Zahlreiche Biancoblu-Anhänger werden den Weg in die Arena am Obersee finden und für lautstarken Support sorgen. Die Mannschaft hat unbestritten die Qualität dazu, diese Serie für sich zu entscheiden. Und eben: einzelne Spiele nach 60 Minuten mindestens unentschieden zu gestalten können wir ja in dieser Saison besonders gut…
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