Kurz vor Ende der ersten 20-minütigen Verlängerung katapultierte – aus dem Nichts – ein abgelenkter Weitschuss Ambri in die zweite Play-In-Runde. Endlich gelang es damit, eine solche Serie zu gewinnen. Der Weg dahin war ein für Ambri typisches Drama.
Abgesehen von einer schön herausgespielten, durch Miles Müller jedoch vergebenen Grosschance, ging es behaglich los. Man versuchte beidseitig, Fehler zu vermeiden. Rappi bemühte sich etwas mehr um die Offensive, wirkte optisch überlegen. Deren Führungstreffer gegen Ende des Startdrittels quittierte Maillet zur Spielmitte mit dem Ausgleich. Ins letzte Drittel startete Ambri dadurch mit einer Führung in der Serie. Der geneigte Ambri-Anhänger spürte das aufziehende Drama.
Zwei Rappi-Tore später, standen die Biancoblu gut fünf Minuten vor Spielende mit mehr als einem Bein in den ungewollten Ferien. Einmal mehr schien sich das Team eine gute Ausgangslage kläglich vermasselt zu haben. Doch da stand einer in unserem Line-up, der darauf brannte, diesem Spiel seine persönliche Note zu verleihen. Einer, der kurz vor Spielbeginn erstmals Vater wurde, das Eisfeld jedoch dem Gebärsaal vorzog. Chris DiDomenico verwertete ein Klasse-Zuspiel von Heed zum Anschlusstreffer bzw. Ausgleichstreffer. Er zelebrierte das Tor auf seine Weise, die Schimpftiraden ab den Sitzplätzen dürfte er genossen haben.
Mit gerade nochmals aus der Schlinge gezogenem Kopf ging es ab in die Verlängerung. Eine Situation, mit der das Team von der Qualifikation her mehr als genug Erfahrung hat. Jedoch wurde jetzt fünf gegen fünf gespielt. Bis zum erlösenden oder eben bitteren Ende. Gedanklich bereits in der Pause, als ein von Maillet abgelenkter Zgraggen-Schuss seinen Weg ins Tor zum blauweissen Glück fand. Das wars für die verdutzten Lakers. Der Treffer kam derart unerwartet, dass man selbst einen Moment brauchte, um es zu realisieren.
Geühlt war Rapperswil in beiden Spielen die bessere oder zumindest dominantere Mannschaft mit den gefährlicheren Chancen. Aber eben, letztlich zählt einzig, was auf der Resultattafel steht. Mit Cleverness, Kaltblütigkeit und dem nötigen Glück gelang Ambri der Einzug in die nächste Runde. Der Play-In-Bann ist gebrochen, das Selbstvertrauen für die Serie gegen Kloten gestärkt. Bravo!
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