Alles offen

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Was war das wieder für ein Spielverlauf! Führung, hoffnungsloser Rückstand, letztlich doch wieder herangekommen. Bei Ambri ist stets mit allem zu rechnen.

Kloten, wie zuvor Rappi, übers ganze Spiele gesehen mit mehr Spielanteilen und den besseren Torchancen. Es war aber Heed, der unmittelbar zu Beginn des zweiten Drittels ab der blauen Linie erfolgreich war. Mehr als sich dadurch bei Ambri ein Knoten gelöste hätte, löste dieses Tor beim Gegener eine Initialzündung aus. Drei Treffer in kurzer Folge, garniert von einem vierten in der 37. Spielminute. Kloten zog davon, während Ambri Zerfallserscheinungen zeigte. Das Rückspiel drohte zum reinen Schaulaufen für die Zürcher zu werden. Blieb die Hoffnung, im Schlussdrittel den Schaden nicht noch grösser werden zu lassen und vielleicht sogar noch ein oder zwei Tore zu erzielen, um die Spannung für das zweite Duell einigermassen aufrecht erhalten.

Nun, die Leventiner Reaktion im letzten Drittel dürfte selbst die grössten Optimisten überrascht haben. Bis zur 55. Minute wurde aus dem 1:4 Rückstand wahrhaftig wieder ein ausgeglichener Spielstand bewerkstelligt. Mit einer völlig unnötigen Douay-Strafe, die von Kloten prompt zur neuerlichen Führung genutzt wurde, brachte man sich schliesslich selbst um die Früchte der Aufholjagd. Moralaufbau beim Gegner inklusive. Immerhin ist für den Serienausgang alles wieder offen. Bei Ambri hängt – die Erkenntnis ist nicht neu – offensiv zu viel vom ausländischen Paradesturm ab. Den weiteren Sturmformationen gelingt es viel zu selten, spielerische Akzente zu setzen. Patzen dann ausnahmsweise mal die defensiven, ausländischen Dauerläufer, ist der Schlamassel perfekt.

Cereda wird diese Baustellen aufs Rückspiel hin genauso wenig beseitigen könnnen, wie sich bis dahin die Tanks der Schlüsselspieler vollständig füllen werden. Solange die Moral dieses Teams allerdings unverändert hoch bleibt, ist bei Ambri weiterhin mit allem zu rechnen.


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