Kloten gewinnt ein wiederum äusserst aufregendes Spiel und damit die Play-In-Serie gegen ein Ambri, das ein weiteres Jahr auf Playoff-Hockey verzichten muss.
Zunächst ist neidlos zu anerkennen, dass Kloten der verdiente Sieger dieser Serie ist. Was hier, die letzte Saison abgesehen, seit dem Wiederaufstieg geleistet wird, verdient Respekt. Es ist ihnen zu wünschen, den Kantonsrivalen im Viertelfinal vereinzelt nerven zu können.
Den grössten Unterhaltungsswert bot das Spiel, als Ambir in etwas mehr als drei Minuten aus einem 3:0 Rückstand ein 3:3 fabrizierte. Ach Eishockey, darum leiben wir dich! So unverschämt es klingen mag, doch genau in dieser Spielphase hätten die Tessiner nochmals einen oder zwei Nadelstiche setzen müssen. Kloten wankte, die bösen Geister der ersten drei Play-In-Spiele kehrten in ihre Köpfe zurück. Gut möglich, dass die danach erst gar nicht mehr von dort verschwunden wären. Spätestens nach einem weiteren Kloten-Tor, gleich zu Beginn des dritten Drittels, wog die Hypothek für das Auswärtsteam allerdings doch zu schwer.
Man mag an Ambris Auftritt in diesen Play-Ins dies und jenes kritisieren, der aufopferungsvolle Kampf bis zur letzten Sekunde, in Verbindung mit einer turmhohen Arbeitsmoral ist hingegen Balsam für jedes enttäuschte – blauweisse – Fanherz. Wenn es auch weh tut, aber so darf man ausscheiden.
Die Saison wies die für Ambri typischen Schwankungen mit einem novemberlichen Tiefpunkt (6 Niederlagen in Serie) auf. Gespannt darf man auf die Klärung der offenen Ausländer-Personalien sein. Diese werden wesentlich darüber entscheiden, ob es allenfalls im nächsten Jahr mit Playoff-Hockey in der Leventina klappen wird.
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